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19.07.2019 / Ausland / Seite 6

Keine Entschuldigung

BRD-Vertreter in Namibia. Affront gegen Angehörige der Herero und Nama

Ina Sembdner

Am Donnerstag ist Bundesratspräsident Daniel Günther (CDU) aus Namibia zurückgekehrt, das untrennbar mit dem ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts verbunden ist. Zwischen 1904 und 1908 töteten die deutschen »Schutztruppen« 80 Prozent der Herero-Bevölkerung und die Hälfte der in »Deutsch-Südwest« lebenden Nama und enteigneten die Überlebenden. Günthers Auftritt vor dem namibischen Nationalrat entsprach der außenpolitischen Linie Berlins: »Die begangenen Greueltaten waren das, was heute als Völkermord bezeichnet würde.«

Seine Kranzniederlegung am 2007 errichteten Denkmal für die Opfer des Genozids bedeutet für die Nachfahren der Ermordeten, wie den in Berlin lebenden Israel Kaunatjike, »pure Heuchelei«, solange Günther keine offizielle Bitte um Entschuldigung mitbringe, wie der Herero-Aktivist vom Nachrichtenportal Nex24 zitiert wird. Der Bundesratspräsident hät...

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