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18.06.2019 / Ausland / Seite 6

Mit Gebeten und politischem Druck

Montenegro will Eigentum der Serbisch-orthodoxen Kirche in Staatsbesitz überführen

Roland Zschächner

Am Samstag haben sich Tausende Menschen vor der Kathedrale der Auferstehung Christi in der montenegrinischen Hauptstadt Podgorica versammelt, um gegen ein geplantes Gesetz zur Religionsfreiheit zu protestieren. Mit diesem solle die Serbisch-orthodoxe Kirche (SOK) enteignet werden, warfen die Kirchenoberen dem Kabinett von Premierminister Dusko Markovic vor. Der Erzbischof von Cetinje, Amfilohije Radovic, attackierte bei der Versammlung die Staatsführung. Diese habe alles im Land verkauft, nun wolle sie »das Kircheneigentum beschlagnahmen, um es unter ihrer Mafia aufzuteilen«.

Die von der Regierung eingebrachte und von dieser bereits Mitte Mai beschlossene Gesetzesvorlage sieht vor, dass der Kirchenbesitz, der bis 1918 Eigentum des Königreichs Montenegro war, an den Staat überführt werden muss. In jenem Jahr ging die eigenständige Nation in dem neugegründeten Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen auf, das später den Namen Jugoslawien erhielt. Laut de...

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