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26.03.2019 / Inland / Seite 5

Frauen in Not sind kein Thema

Immer weniger Ärzte nehmen Schwangerschaftsabbrüche vor. Zahl der Beratungsangebote unklar

Susan Bonath

Schwangere Frauen in Not finden in Deutschland immer schwerer Hilfe. Die Zahl der Kliniken und Arztpraxen, die Abbrüche vornehmen, sinkt kontinuierlich. Zwar billigte der Bundesrat kürzlich eine Reform des Strafparagrafen 219 a, wonach nun Gynäkologen zumindest öffentlich mitteilen dürfen, ob sie diese Eingriffe durchführen. Doch an der Gängelei der Frauen mittels Beratungspflicht und Wartefrist ändert das ebensowenig wie an dem stets drohenden Gesetzeskonflikt für Berater und Mediziner. Die Not der Betroffenen liegt der Bundesregierung aber nicht sonderlich am Herzen. Sie hat weder Ahnung von ärztlichen Anlaufstellen noch von Beratungsangeboten. Das räumte sie in einer am Montag veröffentlichten Antwort an die FDP-Fraktion ein.

Erhoben werde lediglich die Gesamtzahl der Einrichtungen, die Auskunft nach dem sogenannten Schwangerschaftskonfliktgesetz erteilen müssen, erklärte die Bundesregierung. Darunter könnten aber auch Zusammenschlüsse von mehreren Pra...

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