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16.02.2019 / Inland / Seite 2

»Nooke sprach sich selbst von Rassismus frei«

Absolution gescheitert: Afrika-Beauftragter der Bundeskanzlerin traf sich mit Experten und rechtfertigte groteskes Interview. Ein Gespräch mit Tahir Della

Jan Greve

Im Oktober 2018 hat der persönliche Afrika-Beauftragte der Bundeskanzlerin, Günter Nooke, in einem Interview mit dem Springer-Blatt B. Z. sein rassistisches Wissen zur Schau gestellt. Die Kolonialzeit habe dazu beigetragen, Afrika »aus archaischen Strukturen zu lösen«, sagte er unter anderem. Nach heftiger Kritik lud Nooke mehrere Afrika-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler am Mittwoch in das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (siehe jW vom 8.2.). Auch Sie waren dabei. Hat sich das Treffen gelohnt?

Das hat es insofern nicht, als Nooke überhaupt kein Problembewusstsein gezeigt hat. Er versuchte, seine Zitate einem Faktencheck zu unterziehen, zum Beispiel die Höhe von Geburtenraten zu belegen. In dem Interview hatte Nooke zudem den britisch-sudanesischen Unternehmer Mohammed Ibrahim mit den Worten zitiert: »Der Kal...

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