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04.02.2019 / Schwerpunkt / Seite 3

Berlin setzt auf Sieg

Kündigung des INF-Vertrages ungünstig für das deutsche Weltmachtstreben. Aber nur auf den ersten Blick

Jörg Kronauer

Der INF-Vertrag ist Geschichte. Nachdem US-Präsident Donald Trump und sein Außenminister, Ex-CIA-Chef Michael Pompeo, am Freitag offiziell mitgeteilt hatten, die Vereinigten Staaten stiegen aus dem Abkommen aus, hat Russlands Präsident Wladimir Putin am Sonnabend die Konsequenzen gezogen und die Vereinbarung ebenfalls ausgesetzt. Damit verbleibt nun noch ein halbes Jahr, bis der jetzt gekündigte Vertrag in aller Form ungültig wird. Und während ausgerechnet die NATO behauptet, die nächsten sechs Monate nutzen zu wollen, um weiter zu verhandeln und das Abkommen vielleicht in letzter Sekunde doch noch zu retten, hat die Debatte über die nächsten Aufrüstungsschritte längst begonnen. Strategen erwägen nicht zuletzt die Stationierung nuklearer Mittelstreckenraketen in Europa.

Festzuhalten bleibt zunächst: Washington hat die Aufkündigung des INF-Vertrags mutwillig herbeigeführt. Verträge zu sprengen, die die US-Handlungsfreiheit in welcher Hinsicht auch immer ei...

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