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08.12.2018 / Inland / Seite 5

Mafiaparadies BRD

Studie zu Geldwäsche im Immobiliensektor: Bundesrepublik besonders attraktiv für organisierte Kriminalität. Großes Dunkelfeld erschwert Forschung

Marc Bebenroth

Üblicherweise bereichern sich die Vermögenden auf Kosten der Mehrheit, ohne dabei gegen Gesetze verstoßen zu müssen. Dafür sorgen die politischen Interessenvertreter der Kapitalfraktion. Zum Problem werden Geldgeschäfte jedoch, sobald sie bürgerliche Vorstellungen von fairem Wirtschaften verletzen. So unterscheidet das Gesetz zwischen sauberem und schmutzigem Geld. Als ob dies an den herrschenden Verhältnissen im Kapitalismus etwas wesentlich ändern würde, sind staatliche wie nichtstaatliche Organisationen erklärtermaßen darum bemüht, der Geldwäsche einen Riegel vorzuschieben. Ihr Ziel ist größtmögliche Transparenz. Zahlungen sollen im Idealfall vollständig nachvollzogen werden können, die Eigentümer von Vermögenswerten sollen mit »offenem Visier« auftreten.

Eine Möglichkeit, Erträge aus illegalen Geschäften zu »legalisieren«, ist der Erwerb von Grundstücken und Gebäuden. Im bundesdeutschen Immobilienmarkt »dürften jährlich mehrere Milliarden Euro von Sch...

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