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08.12.2018 / Inland / Seite 2

»Die Interessen der Einwanderer mit einbeziehen«

Bundesregierung will per Gesetz Fachkräfte anwerben – und schafft neuen Hürden für Asylbewerber. Ein Gespräch mit Günter Burkhardt

Gitta Düperthal

Der Verein »Pro Asyl« appelliert an die Ministerpräsidenten der Länder und an die Bundesregierung, den Entwurf des sogenannten Fachkräfteeinwanderungsgesetzes – der noch vor Weihnachten vom Kabinett auf den Weg gebracht werden soll – grundlegend zu überarbeiten. Was sind Ihre Hauptkritikpunkte?

Vorab: Nach Deutschland sind 2015 und 2016 vor allem Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisengebieten wie Syrien, Afghanistan und dem Irak gekommen. Seit zwei Jahren erleben wir ein Trommelfeuer gegen Flüchtlinge und ihre Rechte. AfD und andere Rechtspopulisten wollen in einen Nationalstaat zurück, in dem es keine Einwanderer gibt. Dabei stellen sie das Recht von Migranten, hier zu leben, selbst dann in Frage, wenn es im Interesse der deutschen Gesellschaft liegt. Vor diesem Hintergrund ist es grundsätzlich sinnvoll, wenn die Bundesregierung ein Einwanderungsgesetz auf den Weg bringt.

Den aktuellen Entwurf kritisieren wir aber, weil er einen unüberwindbaren Hürdenlauf fü...

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