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22.11.2018 / Feuilleton / Seite 11

Wahre Tierrechte (41)

Wiglaf Droste

Es hatten sich dann aber doch nicht alle von der Rede des Bankiers einseifen lassen; Melissa ging der Blumenhut hoch. »Wir sollen unser Leben als Sicherheit verpfänden? Und mit unserem Kopf für ihren Gewinn haften wie im Grimmschen Märchen? Ich bin der Unverschämtheiten überdrüssig; Schluss damit, komme, was da wolle!«

Auch Lia war schier fassungslos vor Zorn. »Das ist doch pervers! Hier legen sich die Steinzeit und die moderne Geldgeilheit zusammen ins Bett! Da könnte man ja regelrecht Terrorist werden!« schäumte sie, und auch Jochen, der seine Tiere liebte, war so angewidert von dem Gedanken, sie als Schlachtpfand einzusetzen, dass er an seine Jagdflinte dachte. Nur Andreas schien noch über einen gleichermaßen klaren wie kühlen Kopf zu verfügen. Ein entschlossenes Lächeln kräuselte seine Oberlippe. »Die verstehen wirklich nur eine Sprache«, sagte er beeindruckend ruhig. »Und das ist« – er drehte sich zu Melissa, Lia und Jochen – »leider nicht d...

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