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22.11.2018 / Inland / Seite 5

Profite mit der Pflege

DGB-Konferenz: Fachkräftemangel und hoher Eigenanteil steigern Rendite von Heimbetreibern. Regulierung durch Politik unwahrscheinlich

Susanne Knütter

Der überwiegende Teil der stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen befindet sich in privater Trägerschaft. Ohne Aussicht auf eine Gewinnmarge hätten die Eigentümer von Altenheimen kein Interesse an deren Betrieb. Das machte der Sozialwissenschaftler Stefan Sell am Dienstag in Berlin auf einer DGB-Tagung zu den Perspektiven für die Fachkräftesituation in der Langzeitpflege deutlich.

Mit Blick auf die Bezahlung des Pflegesystems falle ein »Finanzierungsmischmasch« auf, so Sell. Erstens werde nur ein Teil der »in Form von Pflegesätzen anerkannten und höchst individuellen Kosten eines Pflegeheimes« aus der Pflegeversicherung bezahlt. Beim höchsten Pflegegrad übernimmt die Kasse aktuell Kosten von bis zu 2.005 Euro im Monat; »egal, wie hoch die Gesamtrechnung am Ende ist«. Übersteigt der individuelle Pflegesatz eines Heimes nun aber den Maximalzuschuss der Pflegeversicherung, so wird die Differenz auf alle Heimbewohner (gleichermaßen) umgelegt. Das ist d...

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