Gegründet 1947 Sa. / So., 15. / 16. Juni 2019, Nr. 136
Die junge Welt wird von 2198 GenossInnen herausgegeben
19.11.2018 / Ausland / Seite 7

Kabale und Hass in Manila

Als Linke wäre die ehemalige »First Lady« der Philippinen längst hinter Gittern. Ihr Glück war und bleibt eine Justiz, die auf dem rechten Auge blind ist

Rainer Werning

Imelda R. Marcos, die Witwe des 1989 im Exil auf Hawaii verstorbenen ehemaligen Diktators Ferdinand E. Marcos, hat am vergangenen Freitag eine Kaution in Höhe von umgerechnet 2.500 Euro hinterlegt. Ein Woche zuvor war sie vom Antikorruptionsgericht in Manila für schuldig befunden worden, während ihrer Amtszeit unter anderem illegal Gelder unter falschem Namen in die Schweiz transferiert zu haben. Durch ihre Ärzte ließ die ehemalige »First Lady« mitteilen, gesundheitlich gehe es ihr momentan nicht so gut und sie sei wegen mehrerer Leiden in Behandlung.

Mit ihren knapp 90 Jahren ist Imelda Marcos noch immer umtriebig. Bis heute gilt sie, die samt ihrer Familie Ende Februar 1986 fluchtartig ihren Palast verlassen musste, um von der US Air Force ins Exil außer Landes geflogen zu werden, als geschätzte Persönlichkeit in Manilas Hautevolee. Dort erscheint sie gern als Dame von Welt und genießt es, ihre Lieblingslieder vorzutragen.

Bereits vor Jahren prägten ihr...

Artikel-Länge: 3691 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €