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14.11.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Grenzen des Reformismus

Streit unter Regierungswilligen in der Partei Die Linke

Claudia Wangerin

Der Hauptkonflikt in der Partei Die Linke wird nicht nur in bürgerlichen Medien gerne als Machtkampf zwischen zwei Frauen dargestellt, deren Positionen sich vor allem in der Frage der Migrationspolitik unterscheiden. Auch in Parteikreisen wird vom kosmopolitischen »Kipping-Flügel« und dem »Wagenknecht-Lager« gesprochen. Die Männer an den Doppelspitzen von Partei und Bundestagsfraktion, Bernd Riexinger und Dietmar Bartsch, werden öffentlich weniger wahrgenommen, während Parteichefin Katja Kipping und die Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht – scheinbar – das Geschehen bestimmen. Sie stehen für zwei zerstrittene Lager, die allerdings beide eine baldige Regierungsbeteiligung im Bund anstreben. Dies lehnen Parteiströmungen wie die Antikapitalistische Linke und die Kommunistische Plattform, in der Wagenknecht früher aktiv war, entschieden ab. Sie sehen den Hauptkonflikt zwischen staatstragenden Linken und solchen, die die Macht- und Eigentumsfrage stellen.

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