Gegründet 1947 Freitag, 19. Juli 2019, Nr. 165
Die junge Welt wird von 2201 GenossInnen herausgegeben
15.10.2018 / Feuilleton / Seite 10

Beethovens Limbik und Herrn Grolls Beitrag

Erwin Riess

Sie schauten einige Zeit vom Wiener Nussberg auf den Strom. Dann rief der Dozent in seinem Tablet eine Suchmaschine auf. Notizen machte er nach wie vor mit einer Füllfeder in einem Notizbüchlein aus Büffelleder, ein Geschenk seiner Mamà zu seiner Sponsion.

»In dem 1795 erbauten Landgut der Gräfin Erdödy im dort drüben liegenden Jedlesee weilte Beethoven häufig. Es wurde musiziert, die Gräfin war eine ausgezeichnete Klavierspielerin, und diskutiert«, las der Dozent vor. »Ihr Name ist der musikalischen Welt aus den Titeln der zwei großen Trios Opus 70 und der zwei Sonaten für Pianoforte und Violoncello Opus 102 bekannt, Werke, welche Beethoven ihr gewidmet hat. Der jungen, kunstsinnigen Gräfin war es zu verdanken, dass Beethoven von adeligen Mäzenen jene wirtschaftlichen Mittel zur Verfügung gestellt wurden, die es ihm erlaubten, in Wien als selbständiger Kompositeur zu überleben.«

»Auf der Suche nach einer vermögenden Mäzenin für mich kann ich Ihnen leider...

Artikel-Länge: 5044 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €