13.07.2018 / Inland / Seite 4

Von hilfreichen Polizisten und Ertrinkenden

In Frankfurt am Main berichtete Diako Nahid von eigenen Fluchterfahrungen und denen anderer

Gitta Düperthal

Diako Nahid hat seine Fluchterfahrungen in einem großen Buch festgehalten: eng beschriebene Seiten, in kunstvoller Schönschrift auf persisch abgefasst. Dazwischen kleine Zeichnungen, die seine Erlebnisse auf dem Fluchtweg 1995 widerspiegeln – und Fotografien aus der Zeit unmittelbar danach, auf denen er kaum wiederzuerkennen ist, weil er damals völlig abgemagert war. Am Mittwoch abend berichtete er in Frankfurt am Main von seinen Erfahrungen. Als 22jähriger hatte er aus seiner Heimatstadt Sekis im kurdischen Teil des Iran nach Europa fliehen müssen. Seine Erinnerungen habe er damals in einer deutschen Flüchtlingsunterkunft im brandenburgischen Eisenhüttenstadt nahe der polnischen Grenze, auf sein Asylverfahren wartend, niedergeschrieben.

Zeit genug hatte er. Zehn Monate musste er in einer ehemaligen sowjetischen Kaserne verbringen, bevor sein Asylantrag anerkannt wurde. Andere hätten damals bis zu vier Jahre »in dieser Einöde« zubringen müssen, sagte Nahi...

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