13.07.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Trump macht Inkasso

NATO-Gipfel: Chaotische Außenwirkung durch ständige Kurswechsel des US-Präsidenten. Sicher sind nur volle Kriegskassen

Jörg Kronauer

Rund 266 Milliarden US-Dollar: Mit Hinweis auf diese Summe wollte der Generalsekretär der NATO, Jens Stoltenberg, auf dem Brüsseler Gipfeltreffen der Mitgliedsländer den völlig aus dem Ruder gelaufenen Streit um den angeblich zu niedrigen Militärhaushalt Deutschlands und einiger weiterer NATO-Staaten dämpfen. US-Präsident Donald Trump hatte wie üblich per Twitter gewütet, hatte seine Forderung bekräftigt, alle NATO-Staaten müssten im Jahr 2024 mindestens zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts in ihre Streitkräfte investieren, hatte sie zwischenzeitlich auf stolze vier Prozent erhöht, um sie am Mittwoch abend erneut zu modifizieren und »zwei Prozent sofort« zu verlangen. Stoltenberg hatte den unangenehmen Job, in dem Desaster irgendwie zu vermitteln und Ergebnisse zu verkünden, die sich als Erfolg für das Kriegsbündnis verkaufen ließen. Irgendwer in seinem Stab hat dann schließlich die Idee gehabt, die Beträge, um die die europäischen NATO-Staaten und Ka...

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