12.07.2018 / Ausland / Seite 7

Tod in Kauf genommen

Aus Deutschland abgeschobener Afghane nimmt sich das Leben. Pro Asyl macht Bundesregierung mitverantwortlich. Anschlag in Dschalalabad

Ein in der vergangenen Woche aus Deutschland nach Afghanistan abgeschobener 23jähriger, der zuvor acht Jahre lang in der Bundesrepublik gelebt hatte, hat sich in Kabul das Leben genommen. Wie ein Vertreter der Internationalen Organisation für Migration (IOM) am Mittwoch erklärte, sei der Jugendliche am Dienstag tot im Spinsar-Hotel aufgefunden worden. Dabei handelt es sich um eine Notunterkunft der IOM, in der abgeschobene Flüchtlinge für einige Tage unterkommen können, wenn sie nicht wissen wohin.

Der junge Mann war einer von 69 Menschen, die mit dem jüngsten Abschiebeflug aus Deutschland nach Afghanistan gebracht worden waren. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte die hohe Zahl bejubelt. »Ausgerechnet an meinem 69. Geburtstag sind 69 – das war von mir nicht so bestellt – Personen nach Afghanistan zurückgeführt worden«, erklärte er am Dienstag bei der Vorstellung seines »Masterplans Migration« in Berlin.

»Ein Innenminister, der sich öffentlich d...

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