21.06.2018 / Ausland / Seite 7

Hoffen auf den Linksruck

In Mexiko geht López Obrador als großer Favorit in die Präsidentschaftswahl am 1. Juli. Doch er ist nach rechts gerückt

Torge Löding

Vor der am 1. Juli in Mexiko stattfindenden Präsidentschaftswahl zerfleischen sich die Parteien der Rechten im Kampf um den zweiten Platz. Dieser hat allerdings nur symbolische Bedeutung, denn in Mexiko reicht die einfache Mehrheit der Stimmen zur Wahl des Staatschefs, eine zweite Runde wie in anderen Ländern gibt es nicht. Der haushohe, scheinbar uneinholbare Favorit ist Andrés Manuel López Obrador von der linksgerichteten »Bewegung zur nationalen Erneuerung« (Morena). In den Umfragen liegt er stabil oberhalb der 50-Prozent-Marke, seine Widersacher auf dem zweiten und dritten Platz stehen bei 20 Prozent. Momentan sieht es also so aus, als könne sich in Mexiko der in vielen Ländern Lateinamerikas sichtbare Rechtstrend umkehren.

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