28.11.2002 / Ausland / Seite 7

Athens alte Rechnungen

Griechenland: Proteste nach Verhaftung von Giannis Serifis als angebliches Mitglied des »17. November«

Ralf Dreis

Im sogenannten Kampf gegen den Terrorismus scheint der griechische Staat noch ein paar alte Rechnungen zu begleichen. Nach monatelanger staatlicher und medialer Vorbereitung wurde am 27. Oktober der 65jährige Anarchosyndikalist Giannis Serifis unter dem Vorwurf der Mitgliedschaft in der »terroristischen Vereinigung 17. November« und der Beteiligung an der Ermordung des CIA-Chefs Richard Welch 1975 in Athen verhaftet.

Landesweit gibt es seit der Verhaftung in Griechenland Proteste gegen die Kriminalisierung. In Deutschland organisiert seit zwei Wochen die anarchosyndikalistische FAU (Freie ArbeiterInnen Union) Solidaritätsaktionen für Serifis. Am 23. November fand eine erste Protestkundgebung vor dem griechischen Konsulat in Frankfurt am Main statt. Über Internet werden europaweit Unterschriften für Serifis’ sofortige Freilassung gesammelt.

Es ist nicht das erste Mal, das Serifis kriminalisiert wird. Er ist seit Jahrzehnten einer der »üblichen Verdäc...



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