23.04.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Bis zum bitteren Ende

Fronten zwischen Streikenden und Regierung verhärten sich. Auch bei Air France keine Lösung

Hansgeorg Hermann

Regierung und Gewerkschaften Frankreichs versprechen sich gegenseitig, den Arbeitskampf »jusqu’au bout« – bis zum bitteren Ende – zu führen. Der tobt nun seit drei Wochen auf den Straßen und in den Konferenzräumen der Ministerien. Die neueste Wegmarke: Am Donnerstag vergangener Woche nahmen etwa 300.000 Menschen an landesweiten Demonstrationen teil. Zwei Tage vorher hatte die absolute Mehrheit des neoliberalen Präsidenten Emmanuel Macron die geplante »Reform« der staatlichen Eisenbahngesellschaft SNCF in der Nationalversammlung abgenickt. Konsequenz: Die Streikenden kündigten umgehend eine Verschärfung ihres Widerstands gegen das Gesetz an, das Macron ohnehin mit Hilfe von Dekreten durchdrücken wird. Das Parlament ist für den Staatschef nicht mehr als eine Quasselbude, wo das eine oder andere Komma im Gesetzestext verändert werden darf.

Macron und sein Ministerpräsident Édouard Philippe wollen die Société nationale des chemins de fer français in eine Akti...

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