22.03.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Datenkraken besteuern

EU-Kommission will Internetgiganten zur Kasse bitten. Veto von »Steueroasen« droht

Die EU-Kommission hat erklärt, Internetkonzerne wie Google und Facebook stärker besteuern zu wollen. Für Unternehmen mit einem weltweiten Jahresumsatz von mindestens 750 Millionen Euro sowie einem Online-Umsatz von 50 Millionen Euro innerhalb der EU würden in Zukunft drei Prozent Ertragssteuer fällig, teilte die Brüsseler Behörde am Mittwoch mit. Die EU-Staaten müssten dem Vorschlag noch zustimmen, damit er in Kraft treten kann. Bislang können Konzerne Gewinne im Wirtschaftsverbund verschieben, da sie in den meisten Ländern keine versteuerbaren Firmensitze haben.

Die Abgabe soll nun jeweils in dem Land erfolgen, in dem sich die Nutzer befinden. Damit sollen unter anderem die Erträge aus dem Verkauf personalisierter Werbeflächen und von Nutzerdaten erfasst werden. Schätzungen zufolge könnten damit rund fünf Milliarden Euro mehr pro Jahr in die öffentlichen Kassen in Europa fließen. »Unsere Vorschriften aus der Vor-Internet-Ära erlauben es den Mitgliedstaat...

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