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21.03.2018 / Antifa / Seite 15

Hochrufe auf die Waffen-SS

Durch die lettische Hauptstadt marschierten wieder Fans der Mördertruppe. Antifaschisten wurde der Protest verboten

Frank Brendle

So offen wie in Riga werden die Angehörigen der faschistischen Killertruppe nirgends auf der Welt verherrlicht. 1.500 Menschen beteiligten sich am vergangenen Freitag am alljährlichen Gedenkmarsch für die Gefallenen der 15. und der 19. Waffen-SS-Grenadierdivision, denen insgesamt weit über 100.000 Letten angehört hatten. Die SS-Anhänger zogen auch in diesem Jahr nach einem Gottesdienst durch das Zentrum der lettischen Hauptstadt zum Freiheitsdenkmal, wo Blumengebinde abgelegt wurden.

Anders als sonst war der Protest der Vereinigung »Lettland ohne Nazismus« diesmal untersagt worden. Die Stadtverwaltung hatte den Antifaschisten auferlegt, entweder woanders oder zu einem anderen Zeitpunkt zu demonstrieren. Damit hat sich die Repression gegen die Gegner des rechten Aufmarsches weiter verschärft: Vor zwei Jahren waren mehrere Deutsche, die an den Protesten teilnehmen wollten, auf eine »schwarze Liste« des Innenministeriums gesetzt und unmittelbar nach ihrer An...

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