21.03.2018 / Ausland / Seite 6

Geschundenes Land

Auch 15 Jahre nach Beginn des völkerrechtswidrigen Angriffskriegs stehen US-Truppen im Irak. Geschäft mit »Hilfe« boomt

Karin Leukefeld

In der Nacht zum 20. März 2003 schlugen die ersten US-Raketen im Bagdader Westteil Karkh ein. Journalisten beobachteten die Angriffe aus dem Palestine Hotel in Rusafa am Ostufer des Tigris, der die irakische Hauptstadt von Norden nach Süden durchfließt. Die Bilder der Operation »Schock und Ehrfurcht«, wie die US-Armee ihren Angriff auf den Irak nannte, gingen um die Welt.

Washington und London, die Architekten dieses mit Lügen begründeten völkerrechtswidrigen Krieges, zeigten sich unbeeindruckt von weltweiten Friedensdemonstrationen. Auch das klare Nein im UN-Sicherheitsrat hielt sie nicht zurück. Mit brutaler Gewalt zog die US-geführte »Koalition der Willigen« gegen ein Land zu Felde, das nach 13 Jahren mörderischer UN-Sanktionen militärisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich geschwächt war und keine Kraft zur Verteidigung hatte. Um nachzuweisen, dass man nicht über Massenvernichtungswaffen verfügte, war Bagdad kurz vor Kriegsbeginn gezwungen worden, d...

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