07.02.2018 / Inland / Seite 8

»Geschwiegen wird, weil es kaum gesetzlichen Schutz gibt«

In Deutschland gibt es nur wenige Whistleblower. Initiative fordert bessere Absicherung für die Informanten. Gespräch mit Annegret Falter

Gitta Düperthal

Sie fordern, den Schutz von sogenannten Whistleblowern, die Missstände enthüllen und öffentlich machen, in den Koalitionsvertrag von Union und SPD aufzunehmen. Wie steht es bislang um diejenigen, die Informationen weitergeben?

Wir fordern schon lange einen Schutz für Whistleblower, nicht erst jetzt, kurz vor Ende der Koalitionsverhandlungen. Bei derart mutigem öffentlichem Auftreten einzelner Personen geht es oft um höchste Rechtsgüter, die wichtig für die ganze Gesellschaft sind, etwa in den Bereichen Umwelt, Gesundheit, Frieden. Am Fall Martin Porwoll, kaufmännischer Angestellter, einer Apotheke in Bottrop, wird dies deutlich. Porwoll war davon überzeugt, dass sein Arbeitgeber in der Apotheke Krebsmedikamente gepanscht hatte. Er habe wesentlich mehr Medikamente abgerechnet, als er bezogen hatte – zum Nachteil von Krebskranken, deren Gesundheit dadurch gefährdet sei, so der Vorwurf. Porwoll hatte versucht, das nachzuweisen. Nachdem ihm dies aus seiner...

Artikel-Länge: 4113 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe