05.12.2017 / Ausland / Seite 6

Moreno unter Druck

Ecuadors Regierungspartei faktisch gespalten. Expräsident Correa ruft zu Widerstand gegen seinen Nachfolger auf

Volker Hermsdorf

In Ecuador hat sich die Regierungspartei Alianza PAÍS (AP) am Sonntag faktisch gespalten. Auf einem Parteitag beschlossen 1.272 Delegierte in Esmeraldas im Norden des Landes, ein Ausschlussverfahren gegen Staatspräsident Lenín Moreno einzuleiten. Dessen Vorgänger Rafael Correa, der die Partei 2006 gegründet hatte und den Titel »Vorsitzender auf Lebenszeit« trägt, rief zudem dazu auf, bei einem von Moreno für den 4. Februar 2018 angesetzten Referendum mit »Nein« zu stimmen. Der linke Flügel der AP-Führung hatte den Präsidenten schon im Oktober als Parteivorsitzenden abgewählt und durch den früheren Außenminister Ricardo Patiño ersetzt. Moreno, der die Entscheidung nicht anerkannt hatte, erklärte seinerseits Patiño und AP-Generalsekretärin Gabriela Rivadeneira für abgesetzt. Zu dem Kongress am Sonntag, an dem neben den Delegierten mehr als 2.000 Parteimitglieder teilnahmen, war er nicht erschienen. Moreno kündigte statt dessen die Einberufung eines »außeror...

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