22.11.2017 / Inland / Seite 5

Nach bestem Wissen und Gewissen verzockt

Frühere Bürgermeisterin und Kämmerin Pforzheims zu Freiheitsstrafen wegen Zinswetten verurteilt

Simon Zeise

Sie hatten auf den Finanzmärkten gezockt, mit dem Geld der Kommune. Die ehemalige Pforzheimer Oberbürgermeisterin Christel Augenstein (FDP) und die Stadtkämmerin Susanne Weishaar (parteilos) sollen zwischen 2004 und 2009 einen Verlust von 58 Millionen Euro durch Zinswetten eingefahren haben. Das Landgericht Mannheim sah die Tat am Dienstag als erwiesen an. Augenstein wurde wegen »schwerer Untreue zu Lasten der Stadt Pforzheim« zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten verurteilt, Weishaar sogar von zwei Jahren, beides auf Bewährung. Die Verteidigung, darunter der Rechtsanwalt und Bundestagsabgeordnete Wolfgang Kubicki (FDP), hatte auf Freispruch plädiert – die Vorwürfe seien unbegründet.

Als in Pforzheim 2001 die FDP an die Regierung kam, war die Gemeinde mit 30 Millionen Euro verschuldet. Die Stadtverwaltung hatte eine Haushaltssperre verhängt. Wenigstens die Zinszahlungen, die für bereits laufende Kredite gezahlt werden mussten, sollten s...

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