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01.11.2017 / Feuilleton / Seite 11

Regel Nummer eins

Im Kampf gegen die Faschisten »darf nichts ausgelassen werden«: Die Ausstellung »Benjamin und Brecht« in Berlin

Alexander Reich

So niedergeschlagen wie 1941 in Kalifornien war Bertolt Brecht kaum je zuvor oder danach. Mit Hollywood verband ihn nicht viel mehr als gegenseitige Abneigung. Dazu die Todesnachrichten aus Europa, die oft mit erheblicher Verspätung eintrafen. Wie sein Freund Walter Benjamin völlig entkräftet in den Pyrenäen die Nachricht aufgenommen hatte, dass er ein Visum des Vichy-Regimes für die Flucht in die USA benötige (mit einer Überdosis Morphiumtabletten; Benjamins Pariser Wohnung war von der Gestapo gestürmt worden), erfuhr Brecht elf Monate später in jenem August 1941 in Santa Monica.

Mit der Todesnachricht bekam Brecht Benjamins Thesen »Über den Begriff der Geschichte« zugestellt, die er umgehend für »klar und entwirrend (trotz aller Metaphorik und Judaismen)« befand, allerdings stelle sich die Frage, wer in solch finsteren Zeiten überhaupt noch bereit sei, so etwas »wenigstens misszuverstehen«. In dem zu Brechts Lebzeiten unveröffentlichten Nachrufgedicht »...

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