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28.09.2002 / Ausland / Seite 7

Hunger nach Krieg

»Regimewechsel« ist nichts anderes als die mediengerechte Umschreibung eines Staatsstreichs

Kolumne von Mumia Abu-Jamal

»Es gibt keinen guten Krieg oder schlechten Frieden.«
(Benjamin Franklin)

Manchmal ist es doch irgendwie amüsant, wenn man amerikanische (und andere) Bürger hört, die in Fernsehshows mit Zuschauerbeteiligung anrufen und ihre Meinungen zu großen und kleinen Themen der Zeit hinausposaunen: »Es gibt doch nur eins, was man da tun kann, wissen Sie – man muß da reingehen und die mit Atomwaffen ausräuchern!« Oder ein anderer: »Dieser Typ Saddam” – der Anrufer sprach den Namen aus wie Sodom, die biblische Stadt der Sünde – ist doch genau wie Hitler, und wir müssen ihn da rausholen für das, was er gemacht hat, äh, mit den Twin Towers da oben in New York. Warum zögern wir noch?« Es sind genau diese auf Falschinformationen aufbauenden Äußerungen in der Flut von Meinungsumfragen und die damit zusammenhängenden Gefühlsaufwallungen, die den Wind machen, den die Politiker brauchen, um mit vollen Segeln in den Krieg zu steuern.

Tatsächlich ist aber nichts neu an ...




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