19.10.2017 / Inland / Seite 1

Kabale und Linke

Neue Bundestagsfraktion bestätigt nach Machtkampf Spitzenkandidaten als Vorsitzende. Parteichefs erhalten lediglich Privileg bei Reden im Plenum

Jana Frielinghaus

Die Klausurtagung der neuen Fraktion der Partei Die Linke war von zähen Debatten um die formalen Grundlagen der künftigen Arbeit geprägt. Führende Genossen wirkten wie Feinde. Das zeigte insbesondere der Auftritt der gerade im Amt bestätigten Fraktionschefin Sahra Wagenknecht und des Bundesvorsitzenden Bernd Riexinger am Dienstag abend in Potsdam. Nachdem letzterer gerade angesetzt hatte, die versammelte Presse zu begrüßen, wies ihn erstere vor aller Augen und Ohren wie einen Schulbuben zurecht: »Bernd, das ist die Pressekonferenz der Fraktion« – und ergriff selbst das Wort. Riexingers Kovorsitzende Katja Kipping kommentierte dies am Mittwoch morgen in der ARD: »Souverän geht anders.«

Für Wagenknecht als Vorsitzende der Linken im Bundestag stimmten gut drei Viertel der 69 Abgeordneten, für den Kovorsitzenden Dietmar Bartsch 80 Prozent. Beide hatten das Amt bereits seit Oktober 2015 inne und waren Spitzenkandidaten der Partei zur Bundestagswahl. Am spät...

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