26.08.2017 / Thema / Seite 12

Um des Friedens willen

Vor 30 Jahren stellten SED und SPD das gemeinsame Dokument »Der Streit der Ideologien und die gemeinsame Sicherheit« vor. Die Aussagen zur militärischen Bedrohung sind auch heute noch relevant. Eine Erinnerung

Egon Krenz

Auch nach dreißig Jahren lohnt es, sich mit dem am 27. August 1987 auf parallelen Pressekonferenzen in Berlin und Bonn vorgestellten gemeinsamen Dokument von SED und SPD »Der Streit der Ideologien und die gemeinsame Sicherheit« zu beschäftigen. Niemand braucht sich dieses Textes zu schämen, weder die SPD noch die »Nachfolgepartei« der SED. Kein Grund zur Entschuldigung, wohl aber zur Erinnerung daran, dass für die DDR die Friedenssicherung Vorrang vor allen anderen Fragen hatte. Dieses Erbe wird in Deutschland allzuoft unterschlagen und durch den fragwürdigen Anspruch der heute Regierenden ersetzt, größere militärische Verantwortung in der Welt zu übernehmen.

Was die damals oppositionelle SPD der BRD und die führende Regierungspartei der DDR 1987 zu Papier gebracht hatten, ist keineswegs obsolet. Wesentliche Aussagen lesen sich, als wären sie für das Heute geschrieben. So zum Beispiel: »Der Krieg darf im Nuklearzeitalter kein Mittel der Politik mehr sein....

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