26.08.2002 / Titel / Seite 1

Berlin in Banker-Hand

Haben Bosse der Berliner Bankgesellschaft dem Senat die Kreditverträge diktiert?

Till Meyer

Schwere Vorwürfe erhob die »Initiative Berliner Bankenskandal« am Sonntag gegen den SPD/PDS-Senat und gegen zwei Manager der hochverschuldeten Bankgesellschaft Berlin (BGB). Laut der Initiative haben Manager der Bank das Konzept zur Risikoübernahme durch das Land Berlin in Höhe von 21,6 Milliarden Euro mit entwickelt und vom Senat nur noch absegnen lassen. Beide Manager sind zugleich auch Großanleger in jenen Immobilienfonds, die durch ihre exorbitanten Gewinne die Beinahe-Pleite der Bank verursacht haben.

Klaus Hansen, Vorstandsmitglied der IBAG, einer Immobilientochter der BGB, hat maßgeblich den Vertrag mit ausgearbeitet, mit dem sich das Land Berlin zur Risikoübernahme verpflichtet hat. Hansen ist zugleich Großanleger im Fond LBB 13, einem der sogenannten Schweine- oder Promifonds, die den Anlegern Super-Renditen garantieren. Damit hat der Banker selbst dafür gesorgt, daß die Risiken auf das Land Berlin übergehen und die Renditen weiterhin die Pri...

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