16.08.2002 / Inland / Seite 16

Scheinangebote

Vier Bieter wollen die marode Bankgesellschaft Berlin übernehmen. Unklar bleibt das Danach

Till Meyer

Am vergangenen Mittwoch Punkt 17 Uhr war Deadline für Angebote zur Übernahme der bankrotten Bankgesellschaft Berlin (BGB). Schlange haben die Interessenten zwar nicht gestanden, aber Berlins Finanzsenator Thilo Sarrazin war über die Offerten von vier Bietern dennoch zufrieden. Drei der Kandidaten auf die Übernahme der BGB sind US-Immobilien- und Investmentkonzerne. Besonders erleichtert zeigte man sich im SPD-PDS-Senat darüber, daß quasi in letzter Minute auch die Norddeutsche Landesbank (NordLB) im Verbund mit dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband eine Offerte abgegeben hat. Allerdings, ein richtiges Gebot war es gar nicht: »Wir haben kein konkretes Kaufangebot abgegeben, sondern nur eine Interessensbekundung«, erklärte NordLB-Chef Manfred Bodin anschließend vor der Presse.

Die US-Anbieter gelten in Fachkreisen nicht gerade als ausgewiesene Bankfachleute. Da ist zunächst die in Texas ansässige »Lone Star«-Gruppe, die auf Investments und Börsenges...

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