Gegründet 1947 Freitag, 19. Juli 2019, Nr. 165
Die junge Welt wird von 2201 GenossInnen herausgegeben
27.04.2017 / Feuilleton / Seite 10

Gegen die Fachidioten

Im Hamburger Kino Abaton diskutiert Hannes Heer die BRD-Geschichte in einer Vortrags- und Filmreihe

Lothar Zieske

»Mein 68« ist ein Film, den der Historiker Hannes Heer 1988 für den WDR gedreht hat – 20 Jahre nach dem Höhepunkt der Studentenbewegung. Untertitel: »Ein verspäteter Brief an meinen Vater«. Wer diesen stark autobiographisch gefärbten Film gern sehen möchte, hat gerade eine der wenigen Gelegenheiten dazu verpasst. Am vergangenen Sonntag wurde er im Rahmen einer Matinee im Hamburger Abaton-Kino gezeigt – als Teil der Vortragsreihe »Der Skandal als vorlauter Bote«, die Heer dort seit Januar veranstaltet, um die Epochen der BRD-Geschichte mit exemplarischem Filmmaterial zu diskutieren. Sie haben allesamt mit der verdrängten NS-Geschichte zu tun und den Skandalen, die deren Thematisierung immer wieder verursachte, sei es der Eichmann-Prozess 1961 oder das Theaterstück »Der Stellvertreter« von Rolf Hochhuth 1963.

Dabei folgt Heer seiner »autobiographischen Spur«, wie er es nennt. So nutzte er auch »Mein 68«, einen TV-Essay-Film zum Thema »20 Jahre nach 68«, als ...

Artikel-Länge: 4321 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €