25.06.2002 / Inland / Seite 0

Ossis abgezockt

Die Bank für mittlere und kleine Unternehmen in Berlin ist pleite

Till Meyer

Frau Marlene Kück ist eine umtriebige Frau. Die Ökonomie-Professorin war Gründerin und bis zur Pleite im Mai auch uneingeschränkte Chefin der Bank für mittlere und kleine Unternehmen (BkmU) mit Hauptsitz in der Berliner Torstraße. Zielsetzung der von Frau Kück 1994 gegründeten Bank: aufstrebenden Kleinunternehmern und Existenzgründern, vor allem auf dem ehemaligen DDR-Gebiet, mit billigen Krediten unter die Arme zu greifen.

Am 6. Mai 2002 machte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht die Schalter der BkmU für den Kundenverkehr dicht. Vorwurf: Die Bank von Frau Kück ist überschuldet. 12000 Kunden, vor allem aus dem Osten, werden ihre Einlagen in Höhe von 125 Millionen Euro wohl nicht mehr wiedersehen. Schon zehn Tage später, am 16.Mai, hatte Frau Kück ihre Kunden in den Versammlungssaal des Karl-Liebknecht-Hauses, dem Sitz der PDS, zur Krisensitzung geladen. Einziger Tagesordnungspunkt: die Kunden beruhigen und sie auf den Entschädigungsfond...

Artikel-Länge: 6137 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe