10.06.2002 / Ausland

Verdeckte Intervention

Geheimdienststudie bestätigt Waffenlieferungen aus NATO-Ländern in Balkanstaaten

Thomas Klein

Trotz UN-Waffenembargo sind Anfang und Mitte der neunziger Jahre umfangreiche Waffenlieferungen an Bosnien und Kroatien getätigt worden - mit maßgeblicher Unterstützung der USA. Dies geht aus einer Studie des niederländischen Geheimdienstexperten Cees Wiebes zur Bosnien-Politik der eigenen Regierung und dem Fall der UN-Schutzzone Srebrenica hervor. Bisher wurden entsprechende Vorwürfe, es habe mittels umfangreicher Waffenlieferungen bereits vor der Entsendung von Soldaten auf den Balkan eine verdeckt laufende Intervention gegeben, von offiziellen Stellen strikt abgestritten.

Wie die Frankfurter Rundschau nun in ihrer Freitagausgabe berichtete, stießen die nach Angaben der niederländischen Studie regelmäßigen Waffenlieferungen an die kroatische und bosnische Kriegspartei auf »freundliche Tolerierung« der USA. Der US-Geheimdienst CIA gehe davon aus, daß zwischen 1994 und 1996 insgesamt 14 000 Tonnen Kriegsmaterial, vor allem Gewehre, Mörser, Minen und so...

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