08.09.2016 / Ausland / Seite 6

Dominiert von Zuma

Südafrika: ANC-Anhänger protestieren vor eigenem Parteihauptquartier gegen ihren Präsidenten. Gefährlich werden sie ihm nicht

Christian Selz

Gelbe T-Shirts des »African National Congress« (ANC) auf der einen Seite, die gleichen gelben Hemden auf der anderen Seite, dazwischen Polizisten: Was sich am Montag in Südafrikas größter Stadt Johannesburg abspielte, lieferte einen weiteren Beleg für den traurigen Zustand der Regierungspartei. Vor Monatsfrist hatte sie schwere Verluste bei den landesweiten Kommunalwahlen hinnehmen müssen. Während die Führung um Staatspräsident Jacob Zuma trotzdem auf ein »Weiter-wie-bisher« setzt, fordern Teile der Basis personelle Konsequenzen. Sie wollten ihre Partei retten und ihr wieder zu alter Größe verhelfen, proklamierten die Aktivisten der Bewegung »Occupy Luthuli House«. Doch die mit etwa 300 Enttäuschten recht kleine Gruppe wurde von Veteranen der einstigen Befreiungsarmee »Umkhonto we Sizwe« sowie Mitgliedern der Frauen- und Jugendliga abgedrängt; zur Besetzung kam es nicht. Letztendlich übergaben die Parteirebellen lediglich ein Referendum an Generalsekretär...

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