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07.05.2002 / Feuilleton / Seite 0

Freude am Sein

»Empire«-Schulung (6): Ein neues »Kommunistisches Manifest«?

Gerhard Klas

Michael Hardt und Antonio Negri wollen mit »Empire« Mut machen, den gesellschaftlichen Verhältnissen zu widerstehen. Obwohl vor den ersten Massenprotesten gegen die neoliberale Globalisierung 1999 in Seattle geschrieben, beinhaltet ihr Buch schon ein »weiter so« an all diejenigen, die sich in den vergangenen zwei Jahren in Bewegung gesetzt haben, ohne dem alten Wohlfahrtskeynesianismus neu zu huldigen. Hardt und Negri wollen »dem Elend der Macht die Freude am Sein« entgegensetzen. In dieser »Revolution« zeigten sich »die nicht zu unterdrückende Leichtigkeit und das Glück, Kommunist zu sein«.

Mit ihrem revolutionären Optimismus heben sich die Autoren vom Defätismus und Zynismus vieler ehemaliger Linker ab. Was aber ist der Gebrauchswert dieses Werkes? Zu einem »politischen Manifest«, wie es viele herbeischreiben und -reden wollen, taugt es jedenfalls ebensowenig wie der Versuch von Robert Kurz und seiner Krisis-Gruppe vor zwei Jahren, mit ihrem »Manifest ...

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