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15.06.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Weniger arbeiten hilft

Im schwedischen Göteborg experimentieren Unternehmen mit dem Sechs-Stunden-Tag. Beschäftigte und »Arbeitgeber« gleichermaßen angetan

Ralf Wurzbacher

Schuften, bis der Arzt kommt? Muss doch nicht sein. Wie es anders und besser geht, führen aktuell die Schweden vor. Im Rahmen eines Pilotprojekts in Göteborg stellen öffentliche Unternehmen schon über ein Jahr lang den Sechs-Stunden-Arbeitstag auf die Probe. Die vorläufigen Ergebnisse machen Lust auf mehr: Die Beschäftigten sind entspannter, gesünder und alles in allem produktiver in ihrem Job. Das freut auch den Boss. Wegen des Effizienzzugewinns machen sich die höheren Personalkosten bei den »Arbeitgebern« schlussendlich sogar bezahlt. Schön obendrein: Das Projekt sorgt weltweit für Aufsehen. Selbst in »Amerika«, dem vermeintlichen Hort des unregulierten Turbokapitalismus.

Zuletzt hat die alte »graue Lady« des bürgerlichen Journalismus, die New York Times (NYT), über den Vorgang berichtet. In dem Beitrag kommt Arturo Perez, alleinerziehender Vater und Angestellter im Altersheim Svartedalens zu Wort: »Gut ist, dass wir glücklich sind«, und: »Ein glücklich...

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