02.06.2016 / Thema / Seite 12

Vier Tage Krieg

Aus dem Südkaukasus kommen ­widersprüchliche Signale der ­beiden ­verfeindeten Staaten Armenien und Aserbaidschan – eine vorläufige Lösung des Konflikts könnte aber ­derzeit möglich sein

David X. Noack

Die blutigen Auseinandersetzungen zwischen den Streitkräften Aserbaidschans auf der einen und Armeniens und der international nicht anerkannten Republik Berg-Karabach auf der anderen Seite sorgten Anfang April für internationale Aufmerksamkeit. Im auch »Vier-Tage-Krieg« genannten Konflikt kamen wahrscheinlich über 120 Menschen zu Tode – unabhängige Informationen gibt es nicht. Mitte Mai hatten beide Konfliktparteien angekündigt, im Juni wieder zu verhandeln. Hintergrund der aktuellen Auseinandersetzung sind die sowjetischen Grenzziehungen in den 1920er Jahren und die geopolitischen Interessengegensätze des mit der Türkei verbündeten Aserbaidschans gegen den russischen Alliierten Armenien in den vergangenen beiden Jahrzehnten. Darüber hinaus wuchs der Einfluss Moskaus in den vergangenen Jahren, während eine anhaltende Wirtschaftskrise die »Erdöldiktatur« Aserbaidschans schwächt, weswegen dessen Regierung nun versucht, von inneren Problemen mit außenpoliti...

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