Gegründet 1947 Mittwoch, 20. Februar 2019, Nr. 43
Die junge Welt wird von 2161 GenossInnen herausgegeben
12.02.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

Von der Ostsee zur Adria

Polen will Regionalmacht werden – mit Unterstützung aus London und Washington

Reinhard Lauterbach, Nekielka

Als der neue polnische Außenminister Witold Waszczykowski neulich im Sejm seine erste Regierungserklärung vortrug und ankündigte, nicht mehr Berlin, sondern London solle künftig Polens Wunschpartner in der EU sein, zogen selbst seiner Partei wohlgesonnene Kommentatoren die Augenbrauen hoch. Warum will der Mann in die Beziehung zu einem Land investieren, das gerade auf dem besten Weg ist, die EU zu verlassen, und das überdies in seiner Geschichte nur eine außenpolitische Konstante besitzt, nämlich eine Politik wechselnder Allianzen? Dafür, dass Warschau die britische Karte spielt, sind weniger historische Sentimentalitäten maßgeblich. Die werden zwar nach außen beschworen, so etwa der gemeinsame Kampf gegen Nazideutschland. Obwohl, bei Licht betrachtet, die Briten die Polen gerne dort ins Feuer schickten, wo hohe Verluste drohten, etwa bei Monte Cassino in Italien 1944. Vielmehr ist die Vorstellung, die sich der britische Premier David Cameron von der EU m...

Artikel-Länge: 3660 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €