17.12.2015 / Ausland / Seite 7

Kein Frieden in Sicht

Jahresrückblick: Heute: Afghanistan. NATO-Staaten brechen Abzugsversprechen und beschließen Truppenverbleib über 2016 hinaus. Von

Knut Mellenthin

Seit 37 Jahren befindet sich Afghanistan ununterbrochen im Bürgerkrieg, der von den USA und ihren Verbündeten angeheizt und immer wieder verlängert wird. Nach der Saur-Revolution im April 1978 setzte sich der Berater des damaligen US-Präsidenten James Carter, Zbigniew Brzezinski, 1979 mit der Empfehlung durch, bewaffnete Aufständische gegen die mit der Sowjetunion verbündete Regierung in Kabul auszurüsten, auszubilden und zu finanzieren. Diese nicht gerade diskret betriebene US-amerikanische Kampagne beschleunigte, genau so wie Brzezinski vorausgesehen hatte, in Moskau die Entscheidung, Truppen nach Afghanistan zu schicken. Die sowjetische Militärintervention begann am 25. Dezember 1979, zunächst nur mit einigen tausend Soldaten und KGB-Angehörigen.

Unter Ronald Reagan, der im Januar 1981 Carters Nachfolge antrat, wurde die Versorgung der »Mudschaheddin« genannten Aufständischen mit modernsten Waffen, insbesondere auch zur Bekämpfung sowjetischer Panzer, H...

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