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01.02.2002 / Ansichten / Seite 0

Kundschafter des Friedens

Als Aufklärer der DDR im diplomatischen Dienst der Bundesrepublik. Die »Delegitimierung« der DDR und der Kampf gegen die strafrechtliche Abrechnung. jW-Gespräch mit Klaus von Raussendorff (Teil I)

Arnold Schölzel
Klaus von Raussendorff war bis zum April 1990 Botschaftsrat im Auswärtigen Dienst der BRD, in den er 1961 als Aufklärer des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR eintrat. Heute im Rentnerstand, ist er als Journalist und Herausgeber der Anti-Imperialistischen Korrespondenz (www.aikor.de) tätig.

F: Sie haben sich mit anderen ehemaligen DDR-Aufklärern gegen Ihre strafrechtliche Verfolgung im vereinten Deutschland gewehrt. Was haben Sie erreicht?

Am 25. März 1995 konstituierten wir uns anläßlich einer öffentlichen Anhörung durch Rechtsexperten der PDS-Bundestagsfraktion als Initiativgruppe, der wir den Namen gaben: »Kundschafter des Friedens fordern Recht«. Allein dies war etwas Besonderes. Wo hatte es das je gegeben, daß ein Dutzend Aufklärer, einer davon noch in Haft, mit einem öffentlichen Appell gegen ihre Strafverfolgung auftraten und gemeinsam erklärten: »Wir haben der Sache des Friedens und des Sozialismus gedient«? Haben die »Dienste« der k...

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