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30.01.2002 / Inland / Seite 0

Von Neonazis unterwandert

Der Verfassungsschutz konnte zu keiner Zeit durch seine Spitzel Straftaten verhindern

Till Meyer

Der NPD-Funktionär Wolfgang Frenz brachte es auf den Punkt: Ja, seine Arbeit für den Verfassungsschutz (VS) habe er damals immer den Parteioberen gebeichtet. Es ging der Nazipartei darum, über ihren Frenz in Erfahrung zu bringen, was genau den Verfassungsschutz an der NPD interessierte. Das Geld, das Frenz reichlich und regelmäßig vom VS bekam, sei stracks in die Parteikasse der NPD geflossen. Frenz war Nazi und ist Nazi. Seit Jahren füttert der VS die Schlagetots der verschiedenen faschistischen Parteien und Sekten mit Staatsknete regelrecht durch. Die Anwerbepraxis des VS für Agenten, die im Nazispektrum agieren sollen, ist seit Jahrzehnten eine Katastrophe. Kaum einer der vom VS gekeilten Spitzel hat brauchbare Informationen über die braune Truppe geliefert. Andererseits waren viele Spitzel des VS in schwere und schwerste Straftaten verwickelt. Die meisten der angeworbenen Spitzel waren ausgewiesene Nazis und sind auch während ihrer Tätigkeit für den V...

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