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27.12.2001 / Feuilleton

Ausverkauf in Georgien

Die Besten gehen, die Billigsten bleiben – eine traditionsreiche Filmindustrie blutet aus

Nino Ketschagmadse

Das georgische Kino gibt heute ein sehr trauriges Bild ab. Begabte Regisseure haben kaum Möglichkeiten, Filme zu drehen.« Nana Djordjadse weiß, wovon sie spricht. Seit drei Jahren arbeitet die Georgierin in Deutschland, wo ihr internationales Projekt »27 Missing Kisses« im Juni in die Kinos kam. In Georgien warten die Regisseure derweil oft vergeblich auf Gelder, staatliche vor allem. Nicht jeder angefangene Film wird zu Ende gebracht. Fast alle, die konnten, sind ins Ausland. Otar Iosseliani (»Adieu, plancher des vaches«), der international wohl renommierteste georgische Filmemacher, ging bereits in den siebziger Jahren nach Frankreich. Seither realisierte er in seiner Heimat lediglich einen abendfüllenden Film: »Briganten« (1996). Der erzählt davon, daß immer die gleichen Typen an die Macht kommen – vom Stalinismus bis zur Gesellschaft der Neureichen.

Georgien hat eine beachtliche Kinotradition. Bereits in den zwanziger Jahren entwickelten sich sati...

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