18.12.2001 / Inland

Berlin schreibt Bankengeschichte

Stadt und Steuerzahler übernehmen Risikoabsicherung nach Milliardenpleite der Bankgesellschaft

Till Meyer

Ein Sozialpaket der besonderen Art wurde am Montag von SPD-Finanzsenatorin Christiane Krajewski während einer Pressekonferenz auf den Tisch gepackt: Die faktische Milliardenpleite der »Bankgesellschaft Berlin« (BGB) soll auf Kosten der Steuerzahler abgewendet werden. »Der amtierende rot-grüne Senat hat auf einer außerordentlichen Sitzung am Montag beschlossen, die Freistellung der BGB von den Altrisiken des Immobiliengeschäfts durch eine Risikoabschirmung zu gewährleisten«, erklärte die Senatorin. Im Klartext bedeutet das nichts anderes, als daß das Land Berlin, letzlich also der Steuerzahler, den riesigen Schuldenberg der Bank übernehmen wird. Die Senatorin war aber nicht in der Lage zu beziffern, wie hoch die Belastung für den Landeshaushalt durch diese »Risikoabschirmung« letztlich sein wird. Die Rede ist von 3,2 Milliarden Mark in naher Zukunft. Und dann sind über weitere 25 Jahre alle Verluste abzusichern, die aus den Immo...

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