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12.06.2015 / Feuilleton / Seite 11

Der Schlamm, der klebt

Wenn man sich am Theater etwas sparen kann, dann ist es das Gebrüll. Zwei Inszenierungen von Molières »Der Geizige« in Berlin und in Rostock

Anja Röhl

Wenn es etwas gibt, das ich im Theater hasse, dann ist es manieriertes Gebrüll. Ein Surrogat der Leidenschaft. Und das Wälzen der Schauspieler in schwarzer Erde, Schlamm, Bühnenblut oder Eigelb, das Schlachten von Kaninchen und verweste Fleischbrocken aller Art, die über die Bühne geworfen werden und manchmal ins Publikum. Ich mag auch keine entwürdigenden Nacktheiten, meistens von Schauspielerinnen. Dazu Gebrüll, immer wieder Gebrüll, damit man ja nicht einschlafe. All diese Dinge habe ich auf Bühnen in den letzten zehn Jahren gesehen und keine Lust verspürt, darüber zu schreiben.

Nun gibt es zur Zeit zwei Aufführungen von Molières »Der Geizige«. Einmal in den Kammerspielen am Berliner DT unter der Regie des Martin Laberenz, zum zweiten am Rostocker Volkstheater unter Sewan Latchinian.

In den Kammerspielen beginnt das Stück damit, dass zwei übereinander herfallen und sich in die Körper beißen. Das ist einem Sportwettkampf nicht unähnlich. Eine kalte Sexu...

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