27.05.2015 / Ausland / Seite 6

Klima der Furcht

Burundi: Bombenanschlag in Hauptstadt Bujumbura. Führer von Oppositionspartei ermordet. Mehr als 100.000 Flüchtlinge

Jörg Tiedjen

Die Gewalt in Burundi nimmt kein Ende: Samstag abend wurde Zedi Feruzi, Chef der kleinen Oppositionspartei »Union für Frieden und Demokratie« (UPD), zusammen mit seinem Leibwächter auf offener Straße aus einem Auto heraus erschossen. Er befand sich zu Fuß auf dem Heimweg in unmittelbarer Nähe seiner Wohnung in der Hauptstadt Bujumbura. Ein burundischer Journalist, der Feruzi interviewen wollte und bei dem Angriff verletzt wurde, sagte laut AFP aus, dass die Mörder Uniformen der Präsidialgarde getragen hätten. Seitdem halte er sich versteckt, da er um sein Leben fürchte. Andere Augenzeugen konnten seine Angaben nicht bestätigen.

Am Vorabend waren in einem Einkaufsviertel der Hauptstadt drei Sprengsätze explodiert und hatten drei Menschen in den Tod gerissen, Dutzende sollen verletzt worden sein. AFP zufolge habe die Polizei erklärt, dass die Attentäter, die entkommen konnten, vermutlich aus den Reihen der Demonstranten stammen, die seit Ende April nahezu t...

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