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01.08.2014 / Inland / Seite 5

Rassistische »Seuche«

Demagogische Wahlkampfpropaganda: Neonazis schüren Panik vor angeblich infizierten Flüchtlingen im Klinikum Suhl

Susan Bonath
Thüringen wählt am 14. September einen neuen Landtag, und Neofaschisten gehen wie gewohnt mit Hetze gegen Flüchtlinge auf Stimmenfang. Seit einigen Tagen attackiert eine »Wählergemeinschaft Bündnis Zukunft Hildburghausen« das Zentralklinikum Suhl. Dort würden Afrikaner mit hoch ansteckenden Krankheiten behandelt, behauptet sie ohne jeden Beleg. Die Klinikleitung weist die Vorwürfe in einer Pressemitteilung als falsch und »rassistische Panikmache« zurück. Das Krankenhaus habe lediglich fünf Flüchtlinge mit »bekannten, nicht ansteckenden und gut therapierbaren« Krankheiten behandelt. Zwei Betroffene seien bereits entlassen und die anderen drei verlegt worden. Suhler Stadträte kritisieren unterdessen die Thüringer Landesregierung. Durch ihre mangelhafte Informationspolitik seien viele Gerüchte entstanden. Die CDU-Fraktion hat eine Sondersitzung des Stadtrats beantragt, in der Landes­innenminister Jörg Geibert (CDU) befragt werden soll.

So schürt die rechtsr...

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