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16.07.2014 / Feuilleton / Seite 12

Der Rebell, der Lebensretter, der Lyriker

Die Berliner Zeitschrift DreckSack verehrt Jörg Fauser

Kristina Petzold
Jörg Fauser findet man nicht auf den Logenplätzen der deutschen Nachkriegsliteratur, sondern bei den Schmuddelkindern, immer noch. Dort spielte er so unerwartet geschickt mit der deutschen Sprache, daß er einen Ehrenplatz verdient hat. Aber vermutlich wäre ihm diese Gesellschaft sowieso zuwider gewesen.

Florian Günther, Berliner Schriftsteller und Fotograf – für den Fauser »der einzige deutsche Schriftsteller ist, der [ihm] je etwas bedeutet hat« – setzt ihm in seiner Grassroots-Literaturzeitschrift DreckSack ein Denkmal aus Papier. Heute wäre Jörg Fauser (1944–1987) siebzig Jahre alt geworden.

»Ein Psychiater hätte an uns beiden seine helle Freude gehabt. Denn ich schrieb.« Eine Diagnose von Fausers literarischem Alter ego Harry Gelb. Die Figur aus seinem bekanntesten Roman »Rohstoff« (1984) warf er derselben Bestie zum Fraß vor, die ihn selbst Ende der sechziger Jahre im Istanbuler Drogenviertel angefallen hatte: dem Wunsch...



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