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01.07.2014 / Inland / Seite 4

Schweinischer Wahnsinn

Aktivisten demonstrierten gegen eine riesige Mastanlage in Haßleben

Helmut Höge
Große Schilder stehen in der Mitte des uckermärkischen Dorfes Haßleben: »36000 Schweine machen den Touristen Beine« oder »Gemeinsam in die Zukunft/Aktion pro Schwein« steht darauf. Die Losungen richten sich gegen die Wiederbelebung einer großen Mastanlage für Schweine, die Anfang der 1990er Jahre aus Umwelt- und Tierschutzgründen geschlossen wurde. Unter anderem hatte die Schweinegülle zwei Seen in tote Gewässer verwandelt. Ein niederländischer Unternehmer, Harry van Gennip, will seit über zehn Jahren hier ganz groß investieren. Er besitzt bereits seit 1994 eine für 65 000 Schweine ausgelegte Anlage im altmärkischen Sandbeiendorf. In Haßleben plante er eine weitere für 85000 Schweine.

Eine Bürgerinitiative gegen diesen »Wahnsinn« hatte sich daraufhin gegründet. Unterstützung bekam sie vom Bündnis für eine ökologische Agrarwende »Wir haben es satt«, vom Naturschutzbund, von Tierschutzorganisationen, vom Arbeitskreis bäuerliche Landwirtschaft, von Agrarins...

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