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12.02.2014 / Thema / Seite 10

Unter Kanonendonner

Der Februaraufstand 1934 in Österreich und seine Literatur

Erich Hackl
Dem österreichischen Historiker Hans Hautmann zufolge nimmt der Februaraufstand 1934 in der Geschichte der Klassenkämpfe einen besonderen Platz deshalb ein, weil er in der denkbar schärfsten Form, als Bürgerkrieg, ausgetragen wurde. »Und das ausgerechnet bei uns, in einem Land, das das Image hat, daß sich hier die politischen Auseinandersetzungen grundsätzlich in friedlichen, auf Kompromiß ausgerichteten, konsensgeprägten, sozialpartnerschaftlichen, gemütlichen Formen abspielen.«

Die Vorgeschichte: Im März 1933 hatte Bundeskanzler Engelbert Dollfuß das Parlament ausgeschaltet, zwei Monate später den Republikanischen Schutzbund – die militärische Organisation der Sozialdemokratischen Arbeiter-Partei – sowie die Kommunistische Partei verboten und in der Folge alle demokratischen Errungenschaften der Ersten Republik demontiert. Darin folgte er dem Rat Mussolinis und machte sich, innenpolitisch, zum Handlanger der Großbourgeosie, um mittels Poliz...

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