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17.01.2014 / Inland / Seite 4

Homophober Furor

Baden-Württemberg: Entwurf für einen Bildungsplan an Schulen bringt Schwulenfeinde und Kirchen auf die Barrikaden. Starker Zuspruch für chauvinistische Onlinepetition

Ralf Wurzbacher
In Baden-Württemberg machen klerikal-konservative Kräfte Front gegen einen neuen Lehrplan für die öffentlichen Schulen. Ein Positionspapier von Kultusminister Andreas Stoch (SPD) sieht vor, die »Akzeptanz sexueller Vielfalt« als fächerübergreifenden Aspekt im Unterricht zu verankern. Das Vorhaben hat einen homophob-chauvinistischen Furor von Tugendwächtern und vermeintlichen Familienbehütern mit zum Teil faschistoiden Anklängen provoziert. Eine entsprechende Onlinepetition brachte es bis Donnerstag abend auf fast 145000 Unterstützer. Zuspruch erhält die Initiative auch von den beiden großen Kirchen. Widerspruch kommt dagegen von Lehrerverbänden, Schüler- sowie Lesben- und Schwulenvertretern.

Urheber der Petition »Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens« ist der Religionslehrer Gabriel Stängle, der bis zuletzt auch Referatsleiter beim Realschullehrerverband Baden-Württemberg (RLV-BW) war. Den Posten mußte er am Montag räumen, nachdem si...

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